Freitag, 7. September 2012

7.9.Die Eurowährung ist gesichert, galoppierende Teuerung ist kurzfristig trotz Raubeinkapitalismus nicht absehbar


7.9.12 Der Euro scheint gerettet, Inflation im Galopp droht auf Sicht trotz Raubeinkapitalismus nicht

7.9. Mit dem vorerst unbegrenzten Ankauf von Anleihen hoch verschuldeter Staaten durch die EZB könnte der Euro gerettet sein. Eine galoppierende Inflation über das normale Maß hinaus droht kurzfristig nicht. Deflationäre Entwicklungen in Europa durch diverse Haushaltsbremsen verhindern eine ausufernde Inflation genauso, wie der Einfluss von Billigwaren aus dem Ausland und die regulierende Hand des eCommerce im Internet. Zudem würden bei einer spürbaren Entwertung des Geldes ausländische Anleger ihr Kapital aus Europa abziehen, wodurch sich eine inflationäre Nachfrage beruhigen könnte. So regelt auf längere Sicht der Markt bisweilen, was Spekulanten kurzfristig leider immer wieder in Unordnung bringen. Doch gegen diesen spekulativen Raubeinkapitalismus muss jetzt endlich die Politik regulierend einschreiten. Vergleiche mit der Inflation 1923 liegen schief, waren damals doch die hohen Reparationsleistungen eines verlorenen Krieges für die Inflation in Deutschland Schuld. 1933 hingegen sorgte das Totsparen der Regierung Brünings für die galoppierende Inflation. Auch deutsche Außenseiter im EZB-Rat sollten sich an diesen Fehler mit fatalen Folgen durch die Machtergreifung Hitlers erinnern. Nie wieder! Diese Wiederholung weiß die EZB diesmal über den Ankauf von Anleihen zur Haushaltsdeckung von Schuldnerstaaten  gegen hohe Auflagen zu verhindern. So funktioniert eine Geldpolitik der ausgleichenden Hand. Gemeinsame  Friedens- u. Wertepositionen siegen jetzt in Europa über die Kirchturmpolitik des nörgelnden deutschen Michels. Das Inflationsschwert ist mittelfristig aber längst nicht vom Tisch. Ist die Krise europäisch abgearbeitet, könnte sich zyklisch ein neuer Wirtschaftsboom aufbauen. Gelingt der EZB dann nicht, das viele Geld wieder aus dem Markt abzusaugen, kann eine gehobene Inflation dennoch einkehren. Etwa, wie 2006 mit 4 Prozent. Das wäre bedingt verkraftbar. Unter der DM kennen wir Inflationsraten von 7 Prozent u. mehr in den 70er Jahren. Und wir leben noch, sogar besser. Die Politik des billigen Geldes bringt auch Vorteile. Zumindest für den Kreditnehmer u. Häuslefinanzierer. Die Zinsen stehen auf Rekordtief für Hypotheken. Sparer allerdings sind die geleimten, wenn die Zinsen die Geldentwertung nicht ausgleichen können. Rentner, Arbeiter u. Angestellte werden um die Teuerung erleichtert, wenn ihr Salär nicht durch Tariferhöhungen ausgeglichen wird. Auf einer längeren Zeitlinie führen solche Entwicklungen zu Wohlstandsverlust und Altersarmut, wenn nicht privat Zusatzvorsorge getragen werden kann. Yang u. Yin, jede Medaille hat 2 Seiten. Die Vergemeinschaftung von Schulden über die jetzt eingeleitete Schuldenunion kennt also viele Gesichter. Vernetzt und ganzheitlich muss der mündige Staatsbürger die Lage beurteilen. Wer Erspartes in der Rückhand hat, sollte auf Sachwerte setzen, auf kaum verzinste Spareinlagen u. Anleihen weitmöglich verzichten. Eine breite Streuung bewahrt vor hohen Verlusten. Und, kritische Rückfragen beim Beratungsgespräch in der Bank oder Sparkasse sind Pflicht. Unübersichtliche u riskante Finanzprodukte meidet der kluge Anleger. Nur, wer jetzt immer noch auf den Tod des Euros setzt, sollte sich auf deutsche Anleihen stürzen. Fällt die Eurowährung nach seiner Ansicht, werden deutsche Anleihen voraussichtlich in „Neu-DM-Anleihen“ umgetauscht. Bei einer dann erwartbaren hohen Aufwertung der Neu-DM könnte es zu Aufwertungsgewinnen kommen. Doch, wie sagte EZB-Präsident Draghi, der Euro ist unumkehrbar. Übrigens, die EZB kauft Anleihen nicht direkt von Staaten auf. Dann würde sie gegen die Maastricher Verträge verstoßen. Clever genug kauft sie die Anleihen von einem Zwischenhändler, der diese von den Schuldnerstaaten einsammelt. So werden Verträge umgangen, weil Politiker bei Vertragsabschluss nicht alle Möglichkeiten übersehen können, welche ausgebuffte Geschäftsleute u. Händler in der Hintertasche halten. Wolfgang Werkmeister, Eschborn.     
Lesen Sie nach im Buch „ Raubeinkapitalismus „ v. Wolfgang Werkmeister, Eschborn (s. Googleeingabe). Dort treffen sie auf einen roten Faden, auf Anhaltspunkte und Orientierungsmarken, zuschneidbar für ihr persönliches Leben. Die ganz große Linie sagt ihnen am Schluss, was für sie ganz persönlich richtig ist. Denn sie sind eine einzigartige Person, sie ihre Familie, ihr Umfeld. Niemand lässt sich über den Kamm des Allgemeinen scheren. Deshalb muss maßgeschneidert sein, was gut werden soll. Gutes kann auch vermeintlich gut scheinen. Drum aufgepasst und nicht gleich auf jeden Ratschlag ohne Prüfung hören. Darauf bauen sie ihre Zukunft auf. Ganzheitliches und nachhaltiges Denken ist die Voraussetzung für eine gelungene Lebensplanung. Vergessen sie die kurzfristigen spekulativen Verführungen.